KI-Forschung ist längst in Deutschland angekommen

Künstliche Intelligenz Maschine © iStockphoto

Deutschland steht bei der Künstlichen Intelligenz in Europa an der Spitze. Führende Unternehmen aus verschiedensten Branchen arbeiten mit Top-Forschungsuniversitäten im südwestdeutschen Cyber Valley zusammen, um immer anspruchsvollere Maschinen mit weitreichenden Leistungsspektren zu entwickeln.

Innovation vor Ort

Der Südwesten Deutschlands ist seit langem Heimat für akademische und industrielle Schwergewichte. Schon seit Generationen koexistieren Technische Universitäten von Weltklasse mit globalen Riesen wie BMW, Porsche, IBM und Bosch. Jetzt aber zielt eine neue Initiative darauf ab, diese und andere Partner zusammenzubringen, um Deutschland an Spitzenposition in der vierten industriellen Revolution zu platzieren: eine Revolution, die von der Fähigkeit der Wissenschaftler abhängt, intelligente Maschinen zu entwickeln, die denken, sehen, fühlen, reagieren und mit Menschen zusammenarbeiten können.

Silicon Valley als Vorbild

Nach dem Vorbild der weltweit führenden Region für Künstliche Intelligenz (KI), Silicon Valley, kündigte ein Konsortium von Universitäten der Region Stuttgart-Tübingen 2016 die Cyber Valley-Initiative an, die die industriellen und akademischen Institutionen des Gebiets vereint, um die Entwicklung und Kommerzialisierung von KI-Technologien für Anwendungen unter anderem in der Automobilbranche, im Gesundheitswesen und in der Fertigungsindustrie zu beschleunigen. Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Industrie sind entscheidend, um vielversprechende Innovationen vom Labor auf den Markt zu bringen und eine Kultur des Unternehmertums zu fördern.

Cyber Valley

Cyber Valley hat sich schnell zu einer der größten Forschungskooperationen Europas entwickelt, um Durchbrüche in der künstlichen Künstlichen Intelligenz voranzutreiben, und zieht nicht nur Wissenschaftler einiger der besten Forschungseinrichtungen weltweit an, darunter von der University of California, Berkeley, der Harvard University, der University of Cambridge und der Columbia University, sondern auch einige der einflussreichsten Unternehmen der Welt.

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Globale Partner

2017 reihte sich Amazon in die Liste der Unternehmen ein, die Cyber Valley unterstützen, und gründete eine Forschungsstätte in der Nähe des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Tübingen. Ein weiterer globaler Technologieriese, Google, ist Industriepartner des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Das DFKI ist mit 800 Wissenschaftlern eines der weltweit größten Forschungszentren für KI. Deutschland steht in Bezug auf Anzahl und Bedeutung KI-bezogener Forschungspublikationen durchweg mit an der Weltspitze und ist, was die Zahl der KI-Start-ups angeht, nach Silicon Valley, Paris und London bereits der viertgrößte Standort.

Ein großer Technologiesprung nach vorn

Deutschland hat, wie viele andere Länder auch, vom Aufkommen der Automatisierungstechnologien des 21. Jahrhunderts profitiert, die die Fertigung und Produktion grundlegend verändert haben. Der nächste Schritt in der Entwicklung der Automatisierung ist jetzt ein großer Technologiesprung nach vorn – die Entwicklung von Robotern und automatisierten Systemen, die nicht nur Aufgaben erfüllen, sondern auch mit Menschen synergetisch zusammenarbeiten können. Intelligente Systeme, die sehen, Situationen analysieren und sensibel auf Echtzeit-Hinweise reagieren können – von menschlichen Gesten und Gesichtsausdrücken bis hin zu Fußgängern, die eine belebte Straße überqueren –, werden das Verkehrswesen, die öffentliche Gesundheit, das Militär, das Gesundheitswesen, das Bauwesen und die Produktion neu gestalten. Forscher im Cyber Valley und an Institutionen in ganz Deutschland beschäftigen sich mit einigen der anspruchsvollsten und spannendsten Aspekte der KI-Forschung und -Entwicklung, die für diesen Schritt notwendig sind.